Zwei neue Piloten fürs Bergrennen in Hilter

Wir wollten`s wissen. Wer fährt unsere Twizys beim Bergrennen 2016 und holt den E-Cup? Wir gehen zusammen mit der NOZ an den Start. An diesem Wochenende haben 2 Teams mit je 4 begeisterten Kandidaten um den den Platz hinterm Lenkrad gekämpft. Zum spannenden Video klick hier.

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet in Ihrer Ausgabe vom 14.6.2016:

Beim E-Mobil-Cup handelte es sich um ein Gleichmäßigkeitsrennen. „Beim Gleichmäßigkeitsrennen kommt es nicht auf die Schnelligkeit an. In einem ersten Lauf wird eine Setzzeit gefahren. Diese Zeit muss in einem zweiten Durchgang haargenau nochmals gefahren werden“, sagt Fahrtrainerin Lena Siebert. „Wichtig ist das Gefühl für sein Fahrzeug und die Geschwindigkeit.“

Das Fahrzeug mit dem die Kandidaten auf die Strecke durften war ein Twizy von Renault. Der Twizy ist ein elektronisch betriebener Zweisitzer mit einer Spitzengeschwindigkeit von 80 bis 90 Kilometern pro Stunde. Mit diesem außergewöhnlichen Fahrzeug sollten die Teilnehmer die Rundstrecke meistern. Damit die Fahrer ihr Geschick beweisen konnten, wurden Pylonen in Slalomform aufgestellt.

Auf dem Kurs verfahren
Dass die Strecke in Kombination mit einem Gleichmäßigkeitsrennen ihre Tücken hat, musste Thorsten Frei auf für ihn ärgerliche Weise herausfinden. „Ich habe mich in der ersten Runde einmal verfahren. Daher musste ich in der zweiten Runde an einer Stelle eine kleine Pause einlegen, aber ich war trotzdem noch zu schnell“, sagt Frei. Vom Twizy war er dennoch begeistert. „Der hat einen tollen Antrieb und fühlt sich an wie ein Motorrad oder Gokart. Man gewöhnt sich sehr schnell daran.“

Die Veranstaltung war aber kein erbitterter Kampf. Vielmehr stand der Spaß am Fahren im Vordergrund. Für diesen Aspekt sorgten besonders Andreas von der Haar und Christian Eckstein vom Project Orange Racing Team. Die Teilnehmer durften von der Haar und Eckstein als Beifahrer in einem Volkswagen Golf 5 R-TD und einem Porsche GT3 RS auf der Rundstrecke begleiten. „Es ist ein Erlebnis, mehr kann ich dazu nicht sagen“, sagt André Sobotta zu seiner Fahrt. „Keine Achterbahn ist besser“, sagt Mohamed Benzian. „Die Fahrt mit dem Golf war ein Träumchen“, sagt auch Nicole Wischmeyer. „Sonst wird mir immer schlecht, aber bei der Fahrt überhaupt nicht. Ich fühlte mich total sicher.“

Schnellste Fahrt
Nachdem die Wettbewerbszeiten gemessen waren, hatten die Teilnehmer noch einmal die Möglichkeit ihre gesteigerten Fähigkeiten in freien Fahrten weiter auszutesten. „Nutzt das und fahrt die Kurven etwas schärfer. Probiert euch ruhig mal aus. Es ist nicht schlimm, wenn ihr jetzt mal eine Pylone umwerft“, sagt Siebert. Besonders Tamara Prühs packte hier der Ehrgeiz. Sie setzte mit einer Rundenzeit von 47,2 Sekunden eine persönliche Bestzeit. „Ich habe einfach den Kopf ausgemacht. Sonst hatte man immer den Druck keine Pylone umwerfen zu wollen. Jetzt war es egal und ich habe trotzdem keine umgeworfen“, sagt Prühs zu ihrer Runde.
Zur Siegerehrung gab es von Christian Eckstein lobende Worte für alle Teilnehmer. „Ihr seid hier heute zu echten Rennfahrertieren geworden. Ihr habt hier Rundenzeiten von 46 Sekunden in den Asphalt gebrannt. Mehr geht nicht.“ Die Entscheidung für die zwei Gewinner fiel der Jury daher nicht leicht. Am Ende konnten sich aber Tamara Prühs für das Team der Neuen Osnabrücker Zeitung und Gülhan Yanar für das Team McDonalds durchsetzen. „Für uns waren verschiedene Kategorien entscheidend“, sagt Lena Siebert zu der Entscheidung. „Wir haben darauf geschaut, wer das Unternehmen repräsentieren kann, wer das fahrerische Gefühl und Geschick besitzt, wer das gleichmäßige Fahren beherrscht und auf den Umgang miteinander.“

„Ich glaube, da wurde eine Liebe entfacht“
Nun dürfen Tamara Prühs und Gülhan Yanar die beiden Teams beim ADAC-Bergrennen mit dem Twizy vertreten und selber Fahren. Das bedeutet ein ganzes Wochenende Renn- und Fahrerlageratmosphäre schnuppern. „Geil, einfach geil“, sagt Prühs zu ihrem Sieg. Gülhan Yanar geht sogar noch einen Schritt weiter. „Ich bin vorher noch nie Rennen gefahren. Jetzt bin ich verknallt. Ich glaube, da wurde eine Liebe entfacht.“ Das Bergrennen findet am 6. und 7. August in Hilter-Borgloh statt. Beide Siegerinnen haben sich für das Rennen eines unisono vorgenommen: „Gewinnen.“


Die Platzierungen:

Team NOZ:
1. Tamara Prühs
2. André Sobotta (Ersatzfahrer)
3. Nicole Wischmeyer / Thorsten Frei

Team McHome:
1. Gülhan Yanar
2. Mohamed Benzian (Ersatzfahrer)
3. Robin Brünner / André Ben Parro

Herzlichen Glückwunsch! Wir sehen uns alle Anfang August beim Bergrennen in Hilter/Borgloh wieder!